Hier gibt's nützliche Tipps und Kniffe!

Fangtechnik 1

 

Wollen sie Fische fangen, bedarf es einer gewissen Vorbereitung, damit der

eigentliche Akt zügig und ohne Probleme von statten gehen kann. Legen Sie

alle benötigten Utensilien für den Fang bereit.  Das sind in der Regel: Eimer, Transport-

beutel und Netze in der richtigen Größe. Auch eine Folie ausgebreitet am Ort

des Geschehens lässt die Hausfrauen unter uns ruhiger bleiben.

Nicht vergessen: Die Netzstecker aller im Aquarium befindlichen elektrischen

Verbraucher sollten gezogen werden. Lampen sind, sofern nicht fest installiert,

so zu sichern, dass diese unter keinen Umständen ins Aquarium fallen können.

 

Größere Dekogegenstände sollten wenn möglich aus dem Aquarium genommen werden.

 

Infomieren Sie sich bitte vorher ausreichend, ob die zu fangenden Fische giftige oder

harte Stacheln, kraftvolle Kiefer/Zähne, erhöhtes

Aggressionspotential haben oder sonst eine Eigenschaft aufweisen, die auch eine Gefahr

für Sie oder andere Beteiligten darstellen können.

 

Das Fangen selbst sollte immer nach dem Motto/Schema erfolgen:

 

1. Machen Sie sich klar: Sie sind schlauer als der Fisch.

2. In der Ruhe liegt die Kraft, d.h. fangen sie ohne jegliche Hektik!

3. Wollen Sie mehrere Fische fangen, behalten Sie den ausgesuchten Kandidaten

   im Visier und versuchen sie genau den auch zu fangen. Mit anderen Worten: Wechseln

   Sie nicht ständig das Fangobjekt. So wird eigentlich jeder Fisch schnell

   müde und lässt sich einfacher fangen.

4. Fangen Sie immer nur einen Fisch je Kescherzug. Sind mehrere Fische auf einmal

    im Netz, besteht immer die Gefahr, dass sich diese gegenseitig verletzen.

 

Weitere praktische Tipps zum Fangen finden Sie unten.

 

Viel Erfolg!

 

Fangtechnik 2

 

Ich will dem interessierten Leser einmal die 2-Netz-Fangmethode näherbringen.

Viele werden sie bereits praktizieren, aber für diejenigen, die sie noch nicht kennen

ist das sicher interessant.

Nehmen Sie zum Fangen zwei gleich große Netze, d. h. fangen sie beidhändig.

Wenn ihr Aquarium wie die meisten Becken einen Mittelsteg hat,

können Sie so immer mit beiden Netzen im Wasser bleiben. Mit dem einen Netz

treiben Sie,  und mit dem anderen Netz fangen Sie. Praktischerweise treiben Sie

mal links und fangen rechts, mal treiben Sie rechts und fangen links.

Die Netze sollten schwarz sein. Grün oder Blau funktioniert auch noch ganz gut. Auf keinen

Fall aber weiße Netze benutzen.

Sie werden sehen: So geht es schonender, schneller und einfach besser.

 

Fangtechnik 3

 

Verblüffend einfach hier mal eine Methode um zumeist GROSSE Fische einfach und schonend

zu fangen. Auch die lästigen Wasserspritzer welche die ansonsten im Netz zappelnden

Fische verursachen sind damit vom Tisch. Außerdem wird so elegant vermieden, dass sich

die Fische in den Netzmaschen verheddern oder die Schleimhaut anschürfen etc..

Nehmen sie einen Fischtransportbeutel in der Größe welcher auch zum Versand des zu

fangenden Fisches genommen werden würde oder soll. Der Beutel darf natürlich auch 

größer sein.

Nun schneiden Sie kleine Löcher, 5 mm reichen vollkommen, rundum in die unteren 2/3 der

Beutelwand, auch bis in den Bodenbereich.

Den so präparierten Beutel tauchen Sie jetzt ins Aquarium an einer geeigneten Stelle ein,

und lassen ihn mit Wasser volllaufen.

Den unteren Beutelrand beschweren sie mit einem Steinchen oder mit etwas Aquarien-

kies. Sinn der Übung ist, dass die Beutelöffnung zum Bodengrund keine Lücke aufweist,

und der Beutel schön offen ist. Den oberen Beutelrand halten Sie mit einer Hand fest.

Jetzt nehmen Sie ein kleineres Netz oder eine Pflanzenzange oder Ähnliches.  Mit diesem

Gegenstand treiben Sie jetzt oder schubsen den zu fangenden Fisch in den Beutel.

Die Fische merken so gar nicht, dass sie gefangen werden sollen. Sobald der Fisch komplett

im Beutel ist lassen Sie den Treibergegenstand los, nehmen mit der jetzt freien Hand den

unteren Beutelrand auf, und drehen gleichzeitig und zügig die Beutelöffnung zur Wasseroberfläche.

Dabei schließen Sie den Beutel schnell mit beiden Händen.

Jetzt können Sie beginnen den Beutel langsam aus dem Wasser zu heben.

Nun bekommen die vorher in den Beutel geschnittenen Löcher ihre Bedeutung.

Genauso wie der Beutel aus dem Wasser kommt, fließt das Wasser langsam und kontinuierlich

aus dem Beutel zurück ins Aquarium. Einen mit Wasser gefüllten Beutel von vielleicht 20 oder 30 Kilo bekommt man nur unter Schwierigkeiten, und schon gar nicht alleine aus dem Wasser.

Der gelochte Beutel wird also beim Anheben immer leichter, und zuletzt hat man nur noch

etwas Restwasser und den Fisch im Beutel. Jetzt kann man den Beutel komplett aus dem Wasser

nehmen, und den Fisch zu seinem neuen Aquarium oder eigentlichen Transportgefäß tragen, und in den vorbereiteten Versandbeutel oder Eimer etc. gleiten lassen.

Sie werden sehen: Die Wohnung bleibt trocken, und der Fisch hat sich kaum gewehrt und hat

auch keine Blessuren.

 

Fangtechnik 4

 

Handelt es sich bei den zu fangenden Fischen um Kanditaten mit festem Versteck, welches Sie

kennen. Super - dies kann man sich sehr zu Nutze machen!

Welse die ihre festen Tonröhren, Iglus oder sonstiges als Versteck benutzen kann man sehr elegant

einfach mit diesem Gegenstand zusammen aus dem Aquarium nehmen. Dazu aber immer begleitend

mit dem Netz arbeiten, d. h. das Netz unter den Gegenstand bringen sobald dieser etwas angelupft ist,

bzw. zunächst über die Öffnung stülpen, wenn das Versteck nur eine Öffnung hat. Dann alles zusammen

aus dem Wasser heben.

"Kameraden" welche gerne an oder unter Wurzeln sitzen, hat man oft erstaunlich leicht im Netz wenn

man die betreffende Wurzel leicht anhebt - ein großes Netz darunter positioniert - und dann Wurzel und

Netz gemeinsam Richtung Wasseroberfläche bugsiert. Spätestens wenn die Wurzel aus dem Wasser ist,

lässt jeder Fisch los, und landet hoffentlich im richtig positionierten darunter befindlichen Netz.

 

Fangtechnik 5

 

Will man Fische fangen welche sehr gute Springer sind, und die oben beschriebene Fangtechnik 3

lässt sich nicht anwenden, gib es auch noch eine einfache Lösung:

Lassen sie vor dem Fangen ein Drittel oder die Hälfte des Wassers ab. Sollten die Fische jetzt beim Treiben

auf die Idee kommen, sich mit einem rettenden Sprung aus der Gefahrenzone zu bringen, landen diese

im Regelfall nach dem Sprung wieder im Aquarium, sprich: Im Wasser.

 

Fangtechnik 6

 

Speziell größere Harnischwelse lassen sich nur schwer mit dem Netz erbeuten. Wenn der Fisch für die

o.e. Fangtechnik 4 nicht taugt, lässt sich oft mit einem oder zwei untergetauchten Eimern ein Fang

leicht bewerkstelligen. Im Prinzip werden dabei die Eimer wie Netze benutzt. Der Vorteil ist kein Fisch

kann sich in den Netzmaschen verfangen.

 

Fangtechnik 7

 

Eine andere bewährte Fangmethode, von größeren Harnischwelsen, ist das Fangen von Hand.

Handelt es sich bei den Fischen um borstige Gesellen, also die Acanthicus-, Pseudacanthicus-, Panaque

etc. Fraktion, empfiehlt es sich immer geeignete Handschuhe anzuziehen. Ihre Haut wird es ihnen danken!  Bewährt haben sich hierfür Neoprene-Fingerhandschuhe, welche sowohl ausreichenden Schutz und Griffigkeit bieten, als auch genügend "Fingerspitzengefühl" haben.  Kunststoffgartenhandschuhe gehen auch, wenn auch meistens nur ein einziges Mal.

Die Welse werden mit einem beherzten Griff, welcher zu den Pectoralen und dem Unterbauch zielt,

festgehalten. Bitte fest genug - aber mit Gefühl, nicht quetschen oder mit roher Kraft. Optimal ist

wenn der Griff eine Pectorale zwischen Zeigefinger und Mittelfinger bekommt, und dabei der Daumen

den Fisch nach oben begrenzt.  Ringfinger und kleiner Finger liegen dann am Bauch an. Es ist also vom

Bewegungsablauf eine zunächst von oben kommende Hand, welche dann von der Seite um den Fisch greift, und anschließend wenn der Griff sitzt, eine schöpfende Bewegung der Hand aus dem Wasser heraus.

Sollte der Fisch sich rettend an die Scheibe gesaugt haben, einfach den Fisch mit Gefühl etwas zur Scheibe verkanten und abziehen.  Erstmal in der Hand des Fängers gefangen, werden die meisten Fische eher ruhig. Das bleibt auch dann aus dem Wasser genommen im Regelfall auch so.

WICHTIG!  Die Handfangmethode wie beschrieben zielt auf Harnischwelse. Bei Raubwelsen, Dornwelsen, großen Salmlern wie Pacus, Piranhas, Rochen, Fische mit Augendornen oder Giftstacheln, giftigem Schleim oder sonstwie von Natur aus wehrhaft - FINGER WEG!  Da bleiben nur das Netz, der Beutel oder andere geeignete Möglichkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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